Über mich
Zur Technik
Seit einer Exkursion in die Toskana während des Kunststudiums in Mainz ist die Malerin und Zeichnerin Ulrike Hensel fasziniert von Vegetation und Pflanzen. Diese bilden meist das formale „Gerüst“ in ihren Gemälden und Zeichnungen. Ausgehend von vegetativen Formen und symbolhaften Zeichen entwickelt die Künstlerin in einer ganzen Reihe von Arbeitsschritten in einem intuitiven Prozess ausgewogene und gleichzeitig spannungsvolle Farbräume. In ihren Gemälden sind dabei immer wieder graphische Elemente zu erkennen, während die Zeichnungen und Collagen malerische Aspekte aufweisen.
Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete Ulrike Hensel mit verschiedenen Drucktechniken wie Holz- und Linolschnitt und Batik. Diese Erfahrungen entwickelte sie schrittweise zu einem malerisch-kreativen Instrumentarium, mit dem sie spannungsvolle, meist großformatige Bilder schafft. Der anfangs noch recht expressionistisch anmutende Stil entwickelte sich dabei über die Jahre hin zu mehr Abstraktion.
Seit 2025 nähert sich die Künstlerin mit der Malerei wieder stärker dem linearen Charakter der Zeichnungen an. Auch die Rückkehr von der Acryl- zur Ölmalerei bedeutet neue Aufgabenstellungen und Herausforderungen, erläutert sie während der Eröffnung der Ausstellung.
Wie meine Bilder entstehen
Ich benutze seit Jahren kleine bis mittelgroße Farbwalzen, um Farbflächen auf die noch leere Leinwand aufzutragen. Dann kommt der Pinsel zum Einsatz und immer wieder im Wechsel auch selbst hergestellte Pappschablonen. Es entsteht Schritt für Schritt ein Bild mit einer Formensprache, die den Betrachter auch an den Holzschnitt, den Linolschnitt oder auch die Batik denken lässt. Diese Techniken sind mir noch sehr vertraut aus der Studienzeit. Ihre expressive Formensprache liegt mir und hat Eingang in meine Bilder gefunden.
Dabei spielt in meinen Bildern alles Pflanzliche eine starke Rolle. Ich liebe die Natur, Pflanzen, Gärten und Landschaften. Selbst eine Art Interieur kommt bei mir nicht ohne Pflanzen aus.
Ulrike Hensel, 2020
Ulrike Hensel
1960 in Büdingen geboren
Studium der Kunst, Amerikanistik und Anglistik in Mainz und Michigan, USA
Referendariat in Stuttgart
Lebt seit 1988 als freischaffende Künstlerin in Bensheim
1992-95 Aufenthalt in den USA